Scham und Intimität

ein Lehrseminar über die Essenz das Menschsein

mit Johannes Benedikt Schmidt 

Daten: Dienstag, den 28. August bis Donnerstag, den 30. August 2018

Chronische Scham ist immer unsichtbar. Für andere und meist für uns selbst. Und dennoch können wir nicht leben, gefangen in der Isolation der Scham. Nur im Kontakt mit anderen kann sich chronische Selbstablehnung in Selbstsein transformieren. Oder: Kinder finden ein Skelett im Gebüsch. Das ist der, der beim Versteckspiel gewonnen hat.

Der Wunsch nach Nähe und intimen Kontakt ist begleitet vom Verlangen sich vom anderen gefühlt zu fühlen ("feel felt"). Das Erleben-Wollen von purem Sein, auch in Begegnung mit dem anderen, entspringt unserer tietsten Gesundheit. Aber die Sehnsucht Ich selbst zu sein erfordert Tiefenkontakt mit mir selbst und eine gefühlte Verbindung mit dem Anderen. 

Internalisierte Scham ist eine tiefe und intime Beziehung der Selbstablehnung und bezieht sich auf uns als ganze Person, auf unser So-Sein. Scham verstellt uns den Weg zu uns selbst. Ein endloses Versteckspiel vor meinem Wesenskern und vor der gefühlten Begegnung mit anderen erhält die Dynamik am Leben. Internalisierte Scham ist mehr als ein "soziales" Gefühl. Sie wird zum Zentrum von Selbstentwertung, Entblößung, Selbsthass und bildet den Kern einer schmerzlichen Selbstentfremdung.
Scham ist eine innere, psychophysische Dynamik, die tief in unsere Selbstregulation und damit in unsere interpersonale Kontakt- und Beziehungsfähigkeit eingreift. Wir bleiben sprachlos und können uns selbst nicht aus diesem inneren psychophysiologischen Zustand befreien. Scham blockiert den Ausdruck aller anderen Gefühle und die vorsprachliche Entstehungsgeschichte hat keine Worte. Wir brauchen, was wir am meisten fürchten. Wir brauchen den feinfühligen, behutsamen und oft intimen Kontakt des anderen.

In drei Seminartagen werden wir den Spaß am Versteckspiel nicht verlieren und uns dennoch dem "versteckten Gold" der Scham nähern. Ein Verständnis von Entwicklungstrauma wird uns ebenso nützlich sein, wie das Entwickeln von Feinfühligkeit, Behutsamkeit und interaktioneller Feinregulation. Aufstellung innerer Prozesse, Trauma-Arbeit, geführte Interaktion und abgestimmte Berührung sind selbst für versteckteste Skelette unwiderstehlich. Nicht nur Gebüsche atmen auf.

Teilnahmevoraussetzungen: 

Personen, die die volle Verantwortung für sich übernehmen wollen und über eine normale seelische und körperliche Belastbarkeit verfügen. Muss ärtzliche oder psychiatrische Hilfe benötigt werden, ist ein Vorspräch angesagt. Es kann teilgenommen werden mit einem eigenen Anliegen oder zu eigenen Weiterbildungszwecken ohne Anliegen. 

Bitte beachten: Es handelt sich um ein Lehrseminar, in dem Grundlagen für ein Verständnis von Schamdynamik gelegt wird. Es handelt sich NICHT um ein Prozess-Seminar zur Bearbeitung eigener Schamdynamik, denn das ist in einem Dreitagesseminar nicht leistbar.

Leitung: Johannes Benedikt Schmidt

Johannes Benedikt Schmidt

Johannes Benedikt Schmidt

Dr. Dipl. Psych., Weiterbildungen in Verhaltenstherapie, Hypnotherapie, systemischer Familientherapie, Systemischer Supervision, körperorientierte Trauma-Arbeit (Somatic Experiencing, strukturelle Dissoziation, Brainspotting, Psychotraumatherapie (DeGPT) und Kraniosakraler Biodynamik. Seit 1995 Tätigkeit in eigener Praxis und seit 2004 als Gründer und Leiter der Aptitude Academy. Internationale Seminar- und Lehrtätigkeit. Als Psychotherapeut und Berater sagt man ihm nach, die Dinge auf den Punkt zu bringen. Er verfügt über einen wohlwollenden Humor und ist ein geschätzter Mitarbeiter bei vielen Kooperationspartnern. Johannes Klarheit und Ehrlichkeit wird für manchen zur Herausforderung und ist für andere befreiend.

Ort:

Lalibella - Raum für Räume 
Dorfbachstrasse 30 
3098 Köniz bei Bern 

Kosten: 

Fr. 740.-- für TeilnehmerInnen inkl. Pausensnack

Fr. 445.-- für WiederholerInnen inkl. Pausensnack

Anmeldung:

Anita Kocher (Gale)
Dorfbachstrasse 82, 
3098 Köniz bei Bern 

e-mail:a.gale@bluewin.ch 
Tel. 031 971 71 38 
www.Lalibella-seminare.com