INTEGRATIVES TRAUMATRAINING 2023 - Modul 1

05Mai(Mai 5)9:30 am07(Mai 7)3:30 pmINTEGRATIVES TRAUMATRAINING 2023 - Modul 1Traumatraining zur Lösung von Traumafolgestörungen, Resilienzaufbau und Selbstregulation des Behandlers

Beschreibung

5 x 3-tägiges Traumatraining zur Lösung von Traumafolgestörungen, Resilienzaufbau und Selbstregulation des Behandlers

Fortbildungsleiter: Johannes Benedikt Schmidt

Das Verständnis und die Notwendigkeit für die Behandlung von Traumafolgen sind in den letzten Jahren stark in den Fokus von Psychotherapie gerückt. Neben der Entwicklung vielfältiger theoretischer Verständnisweisen zeigt sich die praktische Bedeutung von psychologisch-körperlichen Behandlungsweisen und der Nutzen von Achtsamkeitsansätzen. Die Bedeutung von Komplextrauma bekommt mehr und mehr Aufmerksamkeit. Gleichzeitig kommt dem inneren Eigenzustand von Therapeuten, und nicht nur deren Interaktionsverhalten, große Bedeutung für den Behandlungserfolg im therapeutischen Gesamtprozess zu (Grepmeir, L. et. al., 2007).

Nach und nach belegt die Forschung (z. B. Courtois & Ford, 2009) die Rolle von Entwicklungstraumata, die für die Entstehung von posttraumatischer Belastungsstörung, Entwicklungsdefiziten, sozialen Defiziten, chronischen Disregulations– und Dissoziationszuständen maßgeblich sind, sowie zur Unfähigkeit führen, therapeutische Angebote nutzen zu können. Traumafolgebehandlung muss oft erst die (neurophysiologischen) Möglichkeit und Grundlagen für Selbstregulation schaffen, damit Traumaexposition, Emotionsregulation, sowie notwendige Erfahrungsintegration stattfinden können. Dann erst werden therapeutische Angebote, wie z. B. zwischenmenschlicher Kontakt, Expositionserfahrungen, Ko-Regulation oder Empathie, für Klientinnen in größerem Umfang nutz- und integrierbar.

Die hier angebotene Fortbildung legt einen Schwerpunkt auf die Selbstregulation und die Veränderung der Eigenzustände der BehandlerInnen als wichtiger Wirkfaktor für den therapeutischen Erfolg. Es wird ein methodenintegrativer Ansatz verfolgt, der Erkenntnisse der interpersonellen Neurobiologie, Bindungstheorie, entwicklungspsychologischen Traumaforschung, somatischen Ansätzen, (Selbst-) Regulationstheorien, Epigenetik, Bewußtseinsforschung, Mindfulness-Praxis, Intersubjektivität und Gerotranzendenz nutzt, um integrative Herangehensmöglichkeiten zur Gestaltung therapeutischen Kontakts auszuschöpfen, wo traumatischer Kontaktabbruch das Therapiegeschehen dominiert.

Modul 1: Vorbereitungsseminar zur Sensibilisierung von Eigenzuständen und Selbstregulation,
Aufmerksamkeitssteuerung, Aufbau von Containment, Therapeutische Selbstimplikation

Modul 2: Komplexe Traumata, Protokonversation, Regulationsaufbau bei Therapeut und Klient

Modul 3: Schocktrauma, interaktionelle Ko-Regulation, Behandlungsphasen und -risiken, Rolle
von Embodiment

Modul 4: Therapieverläufe, Praxis der Behandlung und Therapieplanung, schonende Traumakonfrontation,
Polyvagale Theorie, interaktionelle Neurobiologie, Nutzung von Intersubjektivität,
Spiritualität in der Traumatherapie, Kontraindikationen

Modul 5: Praktische Anwendung, Übungen, Falldemonstrationen, Integration, Ausblick auf weitere
Themenkreise

Es ist empfehlenswert in Fortgeschrittenenseminaren Dissoziation 1, Dissoziation 2, Scham und Intimität, die nicht Bestandteil dieses Basiscurriculums sind, spezielle Themen zu vertiefen.

Teilnahmevorausstetzungen:

  • Praktisch-therapeutische Tätigkeit im weitesten Sinne mit der Möglichkeit im Kurs Gelerntes anzuwenden
  • Vorliegen umfangreicher Selbsterfahrung, grundlegender Selbstregulationsfähigkeiten und therapeutischer Erfahrung und Vorbildung
  • Verständnis, dass die angebotene Fortbildung kein Selbstheilungkurs zur persönlichen Traumaheilung ist, sondern eine Fortbildung, die intellektuelle, akademische Auseinandersetzung, Literaturstudium, Aneignung praktischer Fertigkeiten, sowie differenzierte Introspektion erfordert. Das Training kann und will therapeutische Selbstmodifikation nicht ersetzten.
  • Teilnahme am Kurs kann die Notwendigkeit weiterer Behandlung außerhalb der Fortbildung mit sich bringen.

Leitung

Johannes Benedikt Schmidt

Dr. Dipl. Psych., klinischer Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, Weiterbildungen in Verhaltenstherapie, Hypnotherapie, systemischer Familientherapie, Systemischer Supervision, körperorientierten Traumaheilungsansätzen (Somatic Experiencing), strukturelle Dissoziation, Brainspotting, spezielle Psychotraumatherapie (DeGPT), Subtiler Selbst Arbeit und Kraniosakraler Biodynamik. Mit Aufstellungsarbeit vertraut seit 1988. Seit 1993 wurden Systemaufstellungen für 10 Jahre sein Arbeitsschwerpunkt. Mehrjährige Mitarbeit in Unternehmensberatungen zur Unterstützung interpersonaler und systemischer Prozesse.  Seit 1995 Tätigkeit in eigener Praxis und seit 2004 als Gründer und Leiter der Aptitude-Academy. Internationale Seminar- und Lehrtätigkeit. Als Psychotherapeut und Berater sagt man ihm nach, die Dinge auf den Punkt zu bringen. Er verfügt über einen wohlwollenden Humor und ist ein geschätzter Mitarbeiter bei vielen Kooperationspartnern. Johannes Klarheit und Ehrlichkeit wird für manchen zur Herausforderung und ist für andere befreiend. Er ist Autor des Buches „Der Körper kennt den Weg“ (2008, Kösel Verlag).

 

Termine 2023 neuer Beginn:

Modul 1: 5. – 7. Mai 2023 / Freitag bis Sonntag

Modul 2: 30. Juni – 2. Juli 2023 / Freitag bis Sonntag

Modul 3: 22. – 24. September 2023 / Freitag bis Sonntag

Modul 4: 20. – 22. Oktober 2023 / Freitag bis Sonntag

Modul 5:  / 12. – 14. Januar 2024 / Freitag bis Sonntag

Diese Daten verstehen sich als einheitliche Fortbildung.

Zeiten:

1.+2. Tag: 09.30 – 13.00 Uhr / 14.30 – 17.30 Uhr

3. Tag: 09.00 – 13.00 Uhr / 14.30 – 15.30 Uhr

Kosten:

Sfr. 750.00 pro Fortbildungsblock inkl. Pausensnack
Gesamtkosten Sfr. 3750.-

Sfr. 450.00 pro Fortbildungsblock ink. Pausensnack für WiederholerInnen

Gesamtkosten Sfr. 2250.- für WiederholerInnen

 

> Hier geht es zur ANMELDUNG < 

Mehr

Zeit

5 (Freitag) 9:30 am - 7 (Sonntag) 3:30 pm

Ort

Praxis Lalibella

Drofbachstrasse 30
3098 Köniz bei Bern